4 Tipps zum Löwenfelsen Sigiriya in Sri Lanka

Sigiryia, der Löwenfelsen in Sri Lanka (c) planative.net

Nachdem wir in Colombo gelandet sind, werden wir von unserem Fahrer abgeholt und machen uns auf den Weg nach Sigiriya. Wie wir uns für die Fortbewegungsart entschieden haben und wer uns hier guten Dienst bot, erfahrt ihr hier.
Nützliche Tipps, wie du den Massen hier entgehst, findest du weiter unten in diesem Artikel.

Anmerkung: wir beschreiben hier keine geschichtlichen Fakten und Wissenswertes oder rezitieren Wikipedia Daten vom Löwenfelsen in Sigiryia, sondern geben lediglich Einblick in unser Reiseerlebnis zu dieser Sehenswürdigkeit.

Langwierige Anfahrt von Colombo

Als Neuankömmling in Sri Lanka erweist sich die Fahrt als eintöniger als erwartet. Hat man immerfeuchte Klimazonen bereits erlebt, gibt es kaum Neues zu bestaunen. Interessante Tempel befänden sich abseits der Hauptstraße, jedoch bleibt dazu keine Zeit. Jetlagbedingt nutzen wir die 4 stündige Fahrt zum Teil auf der kurzen Autobahn und über weite Strecken durch wenig ansehnliche Dörfer, um zu dösen. Einzig der Ort Kurunegala genau auf halber Strecke weckt unser Interesse, als wir unseren ersten massiven Buddha in Sri Lanka sehen.

Wir sind nicht allein in Sigiriya

Wir erreichen das Ziel an einem Parkplatz, der das Ausmaß des Andrangs noch nicht preis gibt. erst hinter den Welcome und Ticketschaltern, nachdem man die erste Brücke überwunden hat, wird das Bild einer Völkerwanderung ersichtlich. Es ist Chinese New Year und demnach hat sich gefühlt ganz China auf den Weg nach Sri Lanka gemacht und kämpft um das beste Selfie mit dem Löwenfelsen. Als eines der Hauptsehenswürdigkeiten ist der Ort sehr überlaufen, jedoch nicht bloß von Chinesen, geführt wird in Busgruppengröße in allen Sprachen.

Aufstieg zum Löwenfelsen Sigiriya
Aufstieg zum Löwenfelsen Sigiriya

Der teils erhaltene, teils nie fertig gestellte Garten ist nett kurz zu verweilen und größere Gruppen unmittelbar vor einem selbst etwas Vorsprung gewinnen zu lassen. Denn nichts ist lästiger, als die ersten 1.000 Stufen schleppend im Gänsemarsch zu meistern. Anfänglich sind die Treppen breit genug um zu überholen, jedoch verjüngen sich die Stufenbreiten mit zunehmender Höhe und werden zwischendurch zur metallenen Wendeltreppe (Aufstieg zu den berühmten Wolkenmädchen) Permanent schwankt man zwischen Auflaufen auf den Vordermann und Angetrieben werden vom Hintermann. Erst einmal bis zum Löwentor vorgekämpft erklimmt man die letzte Etappe zum Plateau, wo einst die mächtige Festung von König Kassapa I thronte. Ganz oben, dasselbe Spiel, viele Menschen, jeder drängt in die erste Reihe, viel Geschrei und einiges an Müll. Wir können uns aber nicht beschweren, wir sind doch Teil dieser Maschinerie.

Sigiryia, der Löwenfelsen in Sri Lanka (c) planative.net

Aus dem richtigen Winkel gelingt aber dennoch das optimale Instagram Foto, nach dem jeder jagt. 🙂



 Tipps den Massen zu entgehen

Nützt die Mittagspause

Genau dieses Phänomen der Massenbewegung findet genau zweimal am Tag statt. Nämlich, nachdem sich Reisebusse nach ausgiebigem Frühstück im Gruppenhotel oder nach dem Mittagessen mit Folklorebegleitung zum Löwenfelsen aufgemacht haben, sprich ab 10.00 Uhr und ab 14.00 Uhr.
Daher ist die ruhigste Zeit exakt dann, wenn der Reiseveranstalter zum Mittagessen läutet, 12.00 Uhr. Versucht genau dann, Sigiryia zu besuchen

Abseits der Trampelpfade ist es ruhig.

Busgruppen haben wenig Zeit. Das Ziel ist, den Felsen zu erklimmen, Fotos zu machen und weiterzufahren. Ausschweifende Spaziergänge bleiben aus. Zum Glück. das gesamte Areal abseits der Haupttreppen bleibt euch allein. Kaum jemand entfernt sich weit (besonders) von der mit “Way To Tourist Parking” gekennzeichneten Strecke.
Dabei finden sich gerade hinter kleinen Seitenwegen verborgene, zum Teil verwachsene Bauten und Höhlen. Von hier aus lassen sich weitere Felsen besteigen und in Seelenruhe mit Affen spielen oder den Blick in die Ferne schweifen lassen.

Bewohner von Sigiryia in Sri Lanka (c) planative.net
Bewohner von Sigiryia in Sri Lanka (c) planative.net

Sigiriya – Now or Never

Trotz Massenansturm, jetzt besuchen. Wer weiß, wie lange diese Attraktion noch zu 100% zugänglich ist, bevor sie aus Erhaltungsgründen für Touristen gesperrt wird. Wir beobachteten dutzende rücksichtsloser Besucher, die über historische Mauern kletterten und wild über Artefakte trampelten. Wahrscheinlich lässt Sigiryia noch ein paar Jahre den Rubel rollen, womöglich blüht ihm doch einmal die Totalsperre, wie anderen Sehenswürdigkeiten, wie den Pyramiden von Chichen Itza.

Nutzt die Aussicht vom Felsen um weitere Sehenswürdigkeiten zu entdecken.

Wir wurden fündig, in dem wir in weiter Ferne eine gigantische Buddha Figur entdeckten. Zurück bei unserem Guide chauffierte uns dieser direkt zu dem Tempel mitten im Niemandsland, wo wir mutterseelenalleine unser ganz persönliches Tageshighlight erlebten.

Buddha Tempel in der Nähe Sigiryias Sri Lanka (c) planative.net
Buddha Tempel in der Nähe Sigiryias Sri Lanka (c) planative.net
Buddha Tempel in der Nähe Sigiryias Sri Lanka (c) planative.net
Buddha Tempel in der Nähe Sigiryias Sri Lanka (c) planative.net

Für Sigiryia hatten wir einen halben Tag (Nachmittag) eingeplant, da wir eine weite Anreise, jedoch nur kurze Fahrt zum nächsten Hotel (im selben Ort Sigiriya) hatten. Tags darauf planten wir Polonnaruwa zu besuchen und einen Ausflug in den Kaudulla National Park.

Hier findest du eine Auflistung aller, von uns besuchten Orte in Sri Lanka gemeinsam mit einem Routing, vielleicht planst du ja genau denselben zu besuchen.

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